POINÇON DE GENÈVE – GENFER SIEGEL

DIE URSPRÜNGE EINES HERAUSRAGENDEN QUALITÄTSSIEGELS

 

Im frühen 17. Jahrhundert florierte die Uhrmacherkunst in Genf zunehmend. Schon der auf dem Uhrwerk eingravierte Name der Stadt genügte als Zeichen seiner herausragenden Qualität. Jedoch wurde der Schriftzug „Genève” bald missbraucht. Das Gütesiegel „Poinçon de Genève” entstand nach dem Erlass eines Gesetzes im Jahr 1886, auf dessen Basis ein Echtheitssiegel eingeführt wurde.



Die Uhren mit „Poinçon de Genève“ ansehen

Chopard LUC Perpetual T
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L.U.C Quattro 18 Karat Roségold Mehr

  • Details der L.U.C Louis-Ulysse – The Tribute, die das „Poinçon de Genève“-Gütesiegel trägt
  • Schraubenköpfe müssen poliert oder kreisgeschliffen sein und anglierte Kanten und Schraubenschlitze aufweisen, d. h. scharfe Kanten sind nicht zugelassen.
  • Jedes Uhrwerk muss mit Lagersteinen aus Rubin mit polierten Löchern an den Drehteilen und an der Hemmung ausgestattet sein.  Auf der Brückenseite müssen die Steine abgerundet und mit polierten Kehlungen versehen sein.
  • Das Hemmungsrad muss leicht sein, um sich positiv auf die Schwerkrafteigenschaften auszuwirken, damit diese keinen Einfluss auf die Ganggenauigkeit haben. Seine Zähne müssen poliert sein, um die Reibung mit dem Anker zu reduzieren.
  • Uhrwerke mit Stosssicherung sind gestattet.  Das System der Schwanenhals-Feinregulierung ist ein Beispiel für eine exklusive Ausstattung des „Poinçon de Genève“.
  • Die meisten der L.U.C-Kaliber, die das „Poinçon de Genève’’-Gütesiegel tragen, sind mit einer Spiralfeder mit Phillips-Endkurve ausgerüstet.
  • Die Zahnräder des Räderwerks müssen oben und unten abgeschrägt sein und polierte Kehlungen aufweisen. Für Räderplatten, die weniger als 0,15 mm dick sind, ist nur eine Kehlung gestattet.
  • Die funktionellen Teile des Tigerons und der Zapfen, Stirnfläche inbegriffen, müssen poliert sein. Diese Endbearbeitung erhöht die Lebensdauer des Bauteils und reduziert die Reibung mit den Lagersteinen, wodurch die Ganggenaugikeit erhöht wird.
  • Die Komponenten, die das Uhrwerk mit dem Gehäuse und dem Zifferblatt verbinden, müssen Endbearbeitungen aufweisen, die den Eigenschaften und Kriterien des „Poinçon de Genève“ entsprechen.
  • Flache Schraubenköpfe müssen anglierte Aussenkanten aufweisen und hochglanzpoliert sein.
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VEREDELT, POLIERT, ABGESCHRÄGT: AUSSERGEWÖHNLICHE HANDWERKSKUNST

Es gibt insgesamt zwölf Kriterien für die Endbearbeitung der Bauteile (anglierte und von Hand langgezogene Brücken, polierte Löcher, anglierte Drehteile) und ihre Eigenschaften (Befestigungsart zwischen Unruh und Spiralfeder, Art der Indexe, Dicke des Hemmungsrads) sowie die Nichtverwendung bestimmter Bestandteile wie Drahtfedern.



EIN ECHTHEITSSIEGEL

DIE WERTE

 

Ebenso wie eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung ist das „Genfer Siegel“ ein Garant für Authentizität und regionale Identität und somit ein Zeichen für feinste Schweizer Uhrentraditionen. Es bescheinigt die Herkunft einer mechanischen Uhr, ihr handwerkliches Niveau sowie ihre Langlebigkeit. Da es für besondere Seltenheit und Exklusivität steht, bilden die Marken, die sich damit schmücken dürfen, einen kleinen, erlesenen Kreis.

Chopard Poinçon de genève

Chopard LUC quattro
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STANDARDS DER MAKELLOSIGKEIT

AUSSERGEWÖHNLICHE, IN GENF MONTIERTE UHREN

 

Eine Uhr erhält nur dann das „Poinçon de Genève", wenn jede einzelne ihrer Komponenten geprüft wurde. Das dient dazu, ihre Herkunft zu identifizieren und die Geschichte der Komponenten zurückzuverfolgen. Die mechanischen Uhrwerke müssen gemäss strengen Standards gefertigt werden. Die Zeitmesser müssen im Kanton Genf montiert und feinreguliert werden und individuell nummeriert sein.

Chopard Poinçon de Genève certification

  • Die am 10. Mai 1878 gegründete „Société des Horlogers de Genève“ übermittelte dem Genfer Parlament einen Antrag, der 1886 zu einem Gesetz und schliesslich zur Einführung des Qualitätssiegels „Poinçon de Genève“ führte.
  • Die Genfer Cabinotiers umfassten alle Berufsgruppen der Uhrenbranche, darunter Juweliere, Graveure, Gehäusesetzer und Edelsteinschleifer.
  • Das begehrte Genfer Qualitätssiegel „Poinçon de Genève“
  • Jede einzelne Komponente muss gemäss den anspruchsvollen Standards der hohen Handwerkskunst gefertigt und verziert werden.
  • Dabei ist das „Poinçon de Genève“ weit mehr als eine blosse Anordnung technischer Vorgaben – vielmehr steht es für eine Philosophie, die Handwerk und Know-how der Genfer Uhrmachermeister zur Geltung bringen möchte.
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Das Genfer Siegel „Poinçon de Genève“: Ein Vermächtnis der Exzellenz

Das Qualitätssiegel, das im Jahr 1886 zum Schutz der Genfer Uhrenindustrie eingeführt wurde, umfasst drei grundlegende Zulassungsbedingungen sowie eine Reihe von Qualitätskriterien. So wird eine Uhr nur dann zugelassen, wenn ihr Uhrwerk im Kanton Genf montiert und reguliert wurde, wenn sie nummeriert ist und wenn sie die handwerklichen Kriterien des Technischen Gremiums erfüllt. Seit 2012 werden zusätzliche Tests durchgeführt, um die Ganggenauigkeit und die Wasserdichtigkeit zu prüfen.

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